Das Wappen


Seit 1816 ist ein silberner Laubbaum auf grünem Boden und vor rotem Hintergrund das offizielle Dorfwappen. Rot war eine der Wappenfarben der Grafen von Diez.

Warum halten die Heistenbacher den Baum ausgerechnet für eine Linde, die Verkörperung der Weiblichkeit? Der Volksmund glaubt, dass die Linde am Brunnen ("Lindenborn"), die 1891 einem Unwetter zum Opfer fiel, im Wappen verewigt wurde. Über ihre Größe ist nichts bekannt. Sie soll aber ein imponierendes Erscheinungsbild gehabt haben, so dicht am Dorfanger.

In alten Zeiten wurden Linden als Sieges- und Friedenszeichnen gepflanzt, wofür man in Heistenbach auch Eichen nahm (Signaleiche, Hindenburgeiche), die eher männliche Stärke und Macht symbolisieren.
Der Uhrsprung der Heistenbach


Was währe Heistenbach ohne "die" Bach? Es wäre nie einer von der Karlstraße bis zur Schulstraße unter dem Asphalt der Wiesenstraße entlanggewatet und mit Spinnenweben im Haar wieder herausgekommen.

"Der Heistenbach entspringt in der Scheuernwiesen unterhalb einer Anhöhe, die als Löwenstein bekannt ist. Die Quelle liegt in einer Höhe von etwa 193 m NN". Er fließt in südöstlicher Richtung und mündet nach rund 4,3 km in der Lahn, die dort (Lahn-km 83,3) zum Teil zu Heistenbach gehört. Der Bach überwindet bei seinem Lauf ca. 1900 Höhenmeter, was einem Gefälle von 4,4% entspricht. Durch die Hirschberger Tiefbohrung ist der Wasserzufluss beeinträchtigt.

Er ist nur mäßig belastet (Güteklasse II) und als ökologisch wertvoll einzustufen. In die Gewässergüteklasse II fallen mäßig belastete Fliesgewässerabschnitte, die trotz einer organischen Verunreinigung eine gute Sauerstoffversorgung aufweisen.